Spannender Ausklang

Mit einem spannenden „Finale“ verabschiedete sich das 109. Dobrock-Turnier am Sonntagnachmittag von seinen zahlreichen Zuschauern. Über 4.000 begeisterte Reitsportfreunde feierten Hilmar Meyer aus Morsum, dem Sieger im Großen Preis des Landkreises Cuxhaven und der Weser-Elbe Sparkasse Bremerhaven.

Es war ohnehin das Turnier des 53-jährigen Springreiters aus Morsum bei Verden. Schon am Freitag- und Samstagabend war Hilmar Meyer der Star des 109. Dobrock-Turniers vom 18. bis 21. August in der Wingst, als er sowohl das Mächtigkeits- als auch das Barrierenspringen für sich entscheiden konnte. Insgesamt sahen wieder mehr als 20.000 Zuschauer hochklassigen Reitsport von den Endscheidungen der Kreismeisterschaften des Unterelbeschen Renn-, Reit- und Fahrvereins bis hin zu den schweren Dreisterne-Prüfungen in den Spring- und Dressurwettbewerben.

Mit einem spannenden und hochklassigen Großen Preis ging das Traditionsturnier in der Wingst am Sonntag zu Ende. Schon seit Jahren stand Hilmar Meyer als Stammgast auf dem Dobrock kurz davor, den Großen Preis zu gewinnen. 2016 war es nun endlich so weit. „Ich habe ein sehr mutiges und dabei sehr schnelles Pferd,“ wusste Hilmar Meyer genau, wem er diesen großen Erfolg zu verdanken hatte. Mit seinem zehnjährigen Wallach Salto de Fee ließ der Springprofi seinen Konkurrenten eigentlich keine Chance.

Bereits im Normalparcours hatte das Paar aus Niedersachsen keine Probleme mit den Hindernissen und waren schon hier  die Zeitschnellsten der fehlerfreien Reiter. In einem sehr schweren Springen hatte der scheidende Parcoursbauer Heiko Wahlers den Reitern wahrlich schwer zu überwindende Hindernisse bis zur einer Höhe von 1,55 Meter in den Weg gestellt. In einem Starterfeld von 38 Teilnehmern war es Hilmar Meyer als siebenter Reiter vorbehalten, auch als Erster den Springparcours fehlerfrei hinter sich zu lassen.

Schnell zeigte sich, dass dieser schwierige mit viel Raffinesse aufgebaute Parcours nicht viele „Nullrunden“ zulassen würde. Mit jedem Reiter fieberte das Publikum mit und hoffte darauf, dass dem Reiter keine Fehler passieren würden. Am Ende blieben nur Nisse Lüneburg aus Hetlingen, der Finne Niclas Aromaa und Christian Glienewinkel aus Celle ohne Abwurf.

Wiederum als erster Reiter im Stechen machte Hilmar Meyer mit einen fulminanten Ritt und einer Zeit von 41.78 Sekunden seinen Mitstreitern klar „heute ist mein Tag und hier will ich gewinnen“. Daran konnten auch die Derbysieger Nisse Lüneburg und Christian Glienewinkel nichts ändern. Christian Glienewinkel mit dem 13-jährigen Levistos Pleasure blieb zwar fehlerfrei, konnte mit 45,85 Sekunden die Zeit von Hilmar Meyer aber nicht unterbieten und wurde Dritter. Bei Nisse Lüneburg mit dem 13-jährigen Wallach Westbridge fiel eine Stange und am Ende blieb für den Schleswig-Holsteiner nur Platz vier. Platz zwei im Endklassement belegte der Finne Niclas Aromaa auf dem elfjährigen Holsteiner Chairman. Er blieb fehlerfrei und benötigte 45,03 Sekunden. Am Plöner See betreibt der Finne mit seiner Frau Laura auf dem Gestüt Nehmten einen eigenen Reitstall.

 

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