Über 50.000 Euro zu gewinnen

Im Deister-Championat während des Dobrock-Turniers vom 16. bis 19. August in der Wingst gibt es ab diesem Jahr insgesamt 52.500 Euro in den Finalprüfungen der vier-, fünf- und sechsjährigen Springpferde zu gewinnen.

Damit konnte das Deister-Springpferde-Championat mit der zwölften Auflage seine ohnehin schon hohe Wertigkeit nochmals steigern. Ein Sponsor (der nicht genannt werden möchte) hat ganz tief in die Finanzierungstasche gegriffen und zusätzlich noch einmal über 40.000 Euro für diese Zuchtprüfung junger Springpferde zur Verfügung gestellt. Obwohl das Deister-Springpferde-Championat mit der Vergabe von etwa 10.000 Euro an Ausbildungsgratifikationen in den letzten Jahren schon sehr lukrativ gewesen ist.

„Der Förderer möchte die Ausbilder junger Springpferde noch mehr dazu animieren, auf dem Dobrock an den Start zu gehen“, macht Turnierchef Dr. Martin Lübbeke stellvertretend die Intention des Geldgebers deutlich. „Außerdem soll damit die Motivation bei Züchtern, Trainern und Springreitern gleichermaßen gesteigert werden, die gute Ausbildung junger Nachwuchspferde in ihren Reitställen zu intensivieren. Schließlich sind die siegreichen Springpferde die Championatspferde von morgen.“

Dass sieht auch Hilmar Meyer, einer der erfolgreichsten niedersächsischen Springreiter und Ausbilder junger Pferde, so. „Ich fahre schon seit vielen Jahren gerne in die Wingst. Jetzt bin ich natürlich noch mehr motiviert, am Dobrock-Turnier teilzunehmen. Ich finde es klasse, dass die mühevolle Arbeit mit den jungen Pferden jetzt in dieser Form belohnt wird.“ 

Damit können zusätzlich zu den festgeschriebenen Preisgeldern in den drei Finalprüfungen des Deister-Springpferde-Championats insgesamt eine Summe von 52.500 Euro an Ausbildungsgratifikationen vergeben werden. Konkret bedeutet dies  eine Ausschüttung von 10.000 Euro bei den vierjährigen Springpferden, 17.500 Euro für die Fünfjährigen und 25.000 Euro bei den Sechsjährigen. Damit gibt es sowohl bei den fünf- als auch bei den sechsjährigen Springpferden mehr zu gewinnen, als im Großen Preis am Sonntag. Selbst die 10.000 Euro für Sieger und Platzierte bei den vierjährigen Springpferden sind nicht alltäglich.

Die Startmöglichkeiten in diesen Zuchtprüfungen sind damit so attraktiv, wie an keinem anderen Veranstaltungsort sonst. Selbst bei den Bundeschampionaten in Warendorf oder den Weltmeisterschaften junger Springpferde gibt es nicht mehr zu gewinnen.

Zwei Merkmale machen das Deister-Springpferde-Championat zu einer einzigarten Zucht-Springpferdeprüfung in der Turnierlandschaft Deutschlands und darüberhinaus. Es gibt also nicht nur eine Menge zu gewinnen, sondern auch keinerlei Starteinschränkungen für die jungen Nachwuchspferde. Es sind Pferde aller Zuchtgebiete aus Deutschland und dem Ausland zugelassen. Es muss also kein junges Pferd mehr wegen seiner Abstammung zuhause bleiben. Diesen Austragungsmodus gibt es nur bei Weltmeisterschaften. So können die Zuschauer und Pferdefachleute auf dem Dobrock einen direkten Qualitätsvergleich von Hannoveranern, Oldenburgern oder Holsteinern mit Warmblütern aus den Niederlanden oder Frankreich miterleben. Auf dem Dobrock ist gewährleistet, dass die besten Springpferde an den Start gehen können, in vielen anderen Veranstaltungsorten sind nur Pferde eines Zuchtgebietes zugelassen.

Nun müssen sich diese Möglichkeiten bei Reitern und Pferdebesitzern noch mehr herum sprechen. Wobei die Startmeldungen bei den fünf- und sechsjährigen Pferden innerhalb kürzester Zeit sprunghaft angestiegen sind. Mit der Namensgebung sollen die Zuchtprüfungen der vier-, fünf- und sechsjährigen Nachwuchstalente an das legendäre Springpferd Deister von Paul Schockemöhle erinnern. Am 10. April 1971 wurde das Ausnahmepferd auf der Zuchtstätte der Familie Hahl in Osterbruch geboren... .                                                               (JS)

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